Archiv für September 2015

Regionalleiter des „Identitären Großraum Hannover“ Maximilian Elbin (19) tödlich verunglückt.

Wie wir erfahren haben, ist der Regionalleiter des „Identitären Großraum Hannover“, Maximilian Elbin, in der Nacht zu Sonntag durch einen Verkehrsunfall tödlich verünglückt.

Nach Meldung der Polizei war der 19-jährige in der Nacht zu Sonntag zu Fuß auf der Fahrbahn der Kreisstraße 230 zwischen Gehrden und Everloh unterwegs. Dabei erfasste ihn ein Auto und schleuderte ihn in den Straßengraben. Er verstarb noch vor Ort an seinen Verletzungen.

In sozialen Netzwerken gedenken ihm sowohl Mitglieder regionaler Nazi-Strukturen, als auch mehrere Seiten der „Generation Identitaire“ in Frankreich und der „Identitären Bewegung“ in Deutschland. Elbin hatte zuletzt an der „Sommerakademie“ der französischen Identitären Bewegung teilgenommen.
Die Kondolenzbeiträge reichen dabei von „Wir sehen uns in Walhalla wieder“ bis „Der Kampf geht weiter“ – jenem berühmten Ausspruch von Rudi Dutschke am Grab des von einem Polizisten erschossenen RAF-Mitgliedes Holger Meins.

Elbin war für die „Identitäre Bewegung“ ein wichtiger Netzwerker, sowohl zwischen den neurechten Gruppen in Norddeutschland, als auch in Österreich und Frankreich. Zu seinen Freund*innen gehörten auch Personen aus dem Umfeld der verbotenen Gruppe „Besseres Hannover“, der NPD und rechten Hooligans. In sozialen Netzwerken und auf Kundgebungen zeigte Elbin immer wieder seine Menschenverachtung und seine rassistischen Ansichten.

Am Montag (21.09.15) gedachten ihm die Teilnehmer*innen der rassistischen „PEGIDA-Hannover“-Demonstration, dessen Mitorganisator er war, mit einer Schweigeminute und mehreren Reden, in der sein Verdienst für die neurechte Bewegung hervorgehoben wurde.

Es bleibt zu beobachten, welche Auswirkungen Elbin´s Tod auf die lokale Nazi-Szene wie auch auf die Identitäre Bewegung im Allgemeinen hat.

Artikel der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zu Elbins Tod.